{"collection":"Informationen","slug":"business-impact-analyse-einstieg","message":"GET request for collection: info, slug: business-impact-analyse-einstieg","timestamp":"2026-07-28T15:53:11.161Z","page":{"Page":{"title":"Business Impact Analyse - Einstieg","short_description":"<p>Asset Management und Business Impact Analyse (Risiko-Analyse): Ein Leitfaden für Unternehmer</p>\n","description":"<h2>Was ist eine Risiko-Analyse (BIA)?</h2>\n<p>Eine Risiko-Analyse (Business Impact Analyse) umfasst das Identifizieren von Assets im Unternehmen, die mit Datenverarbeitung zu tun haben, und deren Kategorisierung in Risikoklassen nach VIVA, um den Schutzbedarf im Unternehmen festzustellen, Blind-Spots und Schatten-IT zu erkennen.</p>\n<h3>VIVA ?</h3>\n<ul>\n<li>Verfügbarkeit</li>\n<li>Integrität</li>\n<li>Vertraulichkeit</li>\n<li>Authentizität</li>\n</ul>\n<h2>Abgrenzung zur Infrastruktur-Analyse (ISA)</h2>\n<p>Im Gegensatz zur Risiko-Analyse ist die Infrastruktur-Analyse (ISA) eine Analyse auf organisatorischer Ebene, die sich mit der systemischen Erfassung der IT-Systeme und IT-Infrastruktur befasst und organisatorische Probleme innerhalb von Richtlinien, Dokumentation und Kontrolle aufdeckt.</p>\n<h2>Notfall-Management (BCMS)</h2>\n<p>Notfall-Management wird in der Fachsprache &quot;Business Continuity Management System&quot; (BCMS) genannt und befasst sich mit der Erstellung eines Systems, das den fortlaufenden Betrieb im Fall eines Notfalls sicherstellt, indem organisatorische Prozesse und technische Richtlinien zur Umsetzung von technischen Maßnahmen genutzt werden; die Risiko-Analyse bildet die Grundlage für die Erarbeitung eines Notfall-Konzepts, da sie Schwachstellen identifiziert und Unternehmen zwingt, sich mit Kennzahlen und Risiken auseinanderzusetzen.</p>\n<p><a href=\"/info/notfall-management-einstieg\">Lesen Sie unseren Beitrag zum Einstieg ins Notfall-Management</a></p>\n<h2>Bedeutung für die Datensicherheit</h2>\n<p>Innerhalb der Risiko-Analyse klassifiziert man Risiken eines Assets nach Vertraulichkeit und Integrität, die essentiell für die Datensicherheit sind und aus denen entsprechende Schutzmaßnahmen hervorgehen, wobei das Schutzniveau bestimmt und ein Realitätscheck durchgeführt wird, der als Nachweis dient, wenn er regelmäßig gemacht wird.</p>\n<h2>Bedeutung für den Versicherungsschutz</h2>\n<p>Cyberversicherungen werden restriktiver, da die Bedrohungslage schärfer wird, und erwarten ein Grundmaß an Sicherheitsmaßnahmen und Konzepten; im Fall eines Schadens werden Nachweise angefordert, die Fahrlässigkeit und Unterlassung nachweisen oder widerlegen.</p>\n<h2>Erste Schritte</h2>\n<p>Erstellen Sie eine einfache Tabelle, gerne in Excel, wobei Qualität vor Quantität geht: Es geht nicht darum, alle Messpunkte zu erfassen, sondern die Daten korrekt zu erfassen, die bekannt sind; pflegen Sie diese dauerhaft, und wenn kein Software-System genutzt wird, das automatisch Daten sammelt, bleiben Sie am Ball, indem Sie wichtige IT-Systeme erfassen, die für den Betrieb des Unternehmens kritisch sind und später kleinteiliger werden.</p>\n<h2>Die wichtigsten Kennzahlen</h2>\n<ul>\n<li><strong>MTPD</strong> (Maximum Tolerable Period of Disruption): Maximale tolerierbare Ausfallzeit</li>\n<li><strong>RTO</strong> (Recovery Time Objective): Zielzeit für Wiederherstellung</li>\n<li><strong>RPO</strong> (Recovery Point Objective): Maximal zulässiger Datenverlust</li>\n</ul>\n<h2>Vorlage herunterladen</h2>\n<p>Hier können Sie unsere einfache Excel-Liste herunterladen. Als Vorlage dient die ausführliche und überaus komplexe Vorlage des BSI, aber um klein anzufangen und nicht sofort überwältigt zu sein, nutzen Sie diese Vorlage.</p>\n<form action=\"https://recent.cloud/downloads/BIA-2023-Version2-public.xlsx\"><button type=\"submit\" class=\"p-2 border border-neutral-300 hover:bg-neutral-200 rounded-lg shadow flex gap-2 items-center fill-neutral-600 text-sm cursor-pointer\" data-umami-event=\"BIA-2023-Download\" data-umami-event-utm_source=\"Webinar-Es-Geht-um-Euer-Backup-2026-02-04\">📕 Business Impact Analyse (BIA) herunterladen</button></form>\n"},"Meta":{"createdAt":"2024-06-25T13:53:21.792Z","publishedAt":"2026-02-04T01:50:19.668Z","seoDescription":"Asset Management und Business Impact Analyse (Risiko-Analyse): Ein Leitfaden für Unternehmer","seoTitle":"Business Impact Analyse - Einstieg","seoURL":"/Datensicherung/business-impact-analyse-einstieg/","canonicalSlug":null,"slug":"business-impact-analyse-einstieg","directory":"Datensicherung/business-impact-analyse-einstieg","updatedAt":"2026-02-04T01:50:17.996Z","category":{"title":"Datensicherung","url":"/Datensicherung/"},"Author":{"title":"Torben Zarnick","description":"Gründer und Geschäftsführer der Recent Marketing GmbH in Wuppertal. Seit mehr als 14 Jahren schlägt sein Herz für Technologien im und für das Internet. Sein erklärtes Ziel: Enterprise Software für Small-Business.","image":{"class":"","src":{"thumbnail":"https://cdn.recent.digital/uploads/thumbnail_Torben_PO_ba4b335a2b.png","small":"https://cdn.recent.digital/uploads/small_Torben_PO_ba4b335a2b.png","medium":"https://cdn.recent.digital/uploads/medium_Torben_PO_ba4b335a2b.png","large":"https://cdn.recent.digital/uploads/large_Torben_PO_ba4b335a2b.png","original":"https://cdn.recent.digital/uploads/Torben_PO_ba4b335a2b.png"},"title":null},"position":"Geschäftsführer","profileLink":{}},"image":{"thumbnail":"https://cdn.recent.digital/uploads/thumbnail_banner_backup_fehler_3805fa9137.jpg","small":"https://cdn.recent.digital/uploads/small_banner_backup_fehler_3805fa9137.jpg","medium":"https://cdn.recent.digital/uploads/medium_banner_backup_fehler_3805fa9137.jpg","large":"https://cdn.recent.digital/uploads/banner_backup_fehler_3805fa9137.jpg","original":"https://cdn.recent.digital/uploads/banner_backup_fehler_3805fa9137.jpg"}},"Featured_Articles":[{"heading":{"title":"Passende Beiträge","description":""},"Link":null,"items":[{"title":"Erstellen eines Datensicherungskonzepts","createdAt":"2024-05-08T12:33:11.474Z","updatedAt":"2026-02-04T01:51:25.799Z","publishedAt":"2026-02-04T01:51:27.938Z","short_description":"<p>So erstellt man ein Backup-Konzept für sein Unternehmen</p>\n","description":"<h2>Einleitung</h2>\n<p>Erstellen von Backups (Datensicherungen) ist nicht nur ein absolut lebenswichtiger Bestandteile von digitaler Infrastruktur, sondern oft auch so komplex, dass dieses Thema liegen bleibt.</p>\n<p>Obwohl der organisatorische und technische Aufwand recht groß ist, macht man diese Arbeit oft nur, damit man sie nicht braucht.</p>\n<p>Wir versuchen hier einen Einblick über die Bausteine zu geben, die ein wirkliches Backup für Ihr Unternehmen sind.</p>\n<h2>Ausgangssituation</h2>\n<p>Wir gliedern hier grob in 3 Bestandteile für eine erfolgreiche Backup-Strategie für Ihr Unternehmen.</p>\n<h3>Organisatorische Maßnahmen</h3>\n<h4>Rechtliche Aspekte</h4>\n<p>Neben Ihrem eigenen Interesse nach Erhalt Ihrer Betriebsfähigkeit, gibt es gesetzliche Vorschriften (auch innerhalb der DSGVO), die zum Erstellen von Sicherungen verpflichten.</p>\n<p>In DSGVO Art.5 Abs.1 (f) wird wie folgt geregelt:</p>\n<blockquote>\n<p>“Personenbezogene Daten müssen […] vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen („Integrität und Vertraulichkeit“)” geschützt werden.</p>\n</blockquote>\n<p>Die Aspekte „Integrität und Vertraulichkeit“ geben die technischen Maßnahmen vor, wie Sie Backups erstellen und speichern müssen. Nämlich so dass die Integrität nicht verletzt werden kann, also u.a. schreibgeschützt und verschlüsselt (Vertraulichkeit) übertragen und gespeichert werden.</p>\n<p>In einigen Branchen oder Geschäftsbereichen sind Sie in bestimmten Fällen zu gesonderten Aufbewahrungspflichten verpflichtet, die z.B. die Speicherdauer beeinflussen.</p>\n<h4>Dokumentation</h4>\n<p>Im Fall eines Datenverlusts durch Cyberangriffe, Defekte oder Naturkatastrophen wie Brände oder Überschwemmung, oder einfache Rohrbrüche, ist es wichtig, dass Sie nachvollziehen können, welche Systeme Sie zu welchen Sicherungsständen wiederherstellen können. Oder einfach: Sie sollten in Ihren Dokumenten sehen können, wie groß der Schaden ist.</p>\n<p>Gleichzeitig sind Sie in solchen Fällen dem Gesetzgeber Rechenschaft schuldig. DSGVO Art.5 Abs.1 (f) regelt wie folgt:</p>\n<blockquote>\n<p>“Der Verantwortliche ist für die Einhaltung des Absatzes 1 verantwortlich und muss dessen Einhaltung nachweisen können” \n<strong>Spoiler</strong>: Der Verantwortliche steht im Impressum Ihrer Webseite.</p>\n</blockquote>\n<p>Nutzen Sie ein Asset Management, für die Dokumentation. Der erste Entwurf gibt schon viel Klarheit über Ihre Situation.</p>\n<h4>Asset Management: Risiko-Bewertung</h4>\n<p>Es gilt beim Thema Datensicherung einen Angemessenen Umfang zu bestimmen. Hier gibt es nun einen praktischen Tipp.</p>\n<p>Im BSI Grundschutz ist im Kapitel “<a href=\"/info/bsi-baustein-con-3-datensicherung\">CON.3</a>” im Baustein A1 erklärt, wie man die “Einflussfaktoren für Datensicherungen” erhebt. Nutzen Sie diese Tabelle dafür. (Erklärung in den Zeilen)</p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>System</strong></th>\n<th><strong>Art</strong></th>\n<th><strong>Ort</strong></th>\n<th><strong>Änderungs-volumen</strong></th>\n<th><strong>Verfügbarkeits-Anforderung</strong></th>\n<th><strong>Integritäts-Bedarf</strong></th>\n<th><strong>rechtliche-Anforderung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>Beschreibung des zu sichernden Systems<br><br>“Win-0054”</td>\n<td>Art des Systems, z.B. NAS, Server, Tablet, Router, etc.<br><br>Workstation</td>\n<td>Wo ist dieses Geräte, z.B. Hauptstandort, Rechenzentrum, Homeoffice</td>\n<td>Dieser Wert hängt vom allgmeinen Sicherungsrythmus ab. Er beschreibt wie viel Datenmenge sich jeden Tag ändert</td>\n<td>Beschreiben Sie wie viele Stunden, Tage oder Wochen Sie auf dieses System verzichten können</td>\n<td>Entscheiden Sie ob die Daten auf diesem System unbedeutend, wichtig, geschäftskritisch sind.</td>\n<td>Antworten Sie mit Ja oder nein, ob die Daten auf diesem System rechtlichen Anforderungen, wie Aufbewahrungsfristen unterliegen</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>DB01</td>\n<td>Server</td>\n<td>Cloud</td>\n<td>500MB pro Tag</td>\n<td>1h - sehr bedrohlich</td>\n<td>geschäftskritisch</td>\n<td>nein</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>WINPK1220</td>\n<td>Workstation</td>\n<td>Office</td>\n<td>&gt;1GB pro Monat</td>\n<td>24h - Austausch-Gerät vorhanden</td>\n<td>wichtig (E-Mailkonten angebunden)</td>\n<td>nein</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>SHARE</td>\n<td>NAS</td>\n<td>Office</td>\n<td>2GB pro Monat</td>\n<td>2-3 Tage, keine operativ wichtigen Daten</td>\n<td>geschäftskritisch</td>\n<td>JA (Rechnungsarchiv)</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<p>Befüllen Sie diese Tabelle mit Ihren Systemen. Damit erhalten Sie schnell einen Überblick, welche Systeme unbedingt gesichert werden müssen, welche nicht so wichtig sind und wie häufig Sie Sicherungen erstellen müssen.</p>\n<p>Diese Tabelle ist natürlich keine perfekte Dokumentation, aber ein hilfreiches Instrument und ein guter Start.</p>\n<h2>Technische Bestandteile</h2>\n<h3>Software</h3>\n<p>In den wenigstens Fällen macht es überhaupt Sinn Backups händisch zu erstellen. Dateien per Maus auf einen USB-Stick zu kopieren ist unter keinen Umständen ein legitimer Arbeitsprozess. Das sollte an dieser Stelle unbedingt klar gestellt sein.</p>\n<p>Die Auswahl von Backup-Software ist ein schwieriges Unterfangen und kommt besonders auf den Anwendungsfall an. Wir unterscheiden der Einfachheit halber nach drei Sicherungsmodellen:</p>\n<ol>\n<li><p><strong>Datei-Sicherung</strong><br>Hier sichern Sie Verzeichnisse und Dateien und erstellen Sicherungskopien, die Sie im Verlustfall wiederherstellen können.<br>Für NAS Systeme oder PCs mit vielen Dateien, z.B. der PC eines Grafikers oder der Buchhaltung wäre das ggf. eine geeignete Variante.</p>\n</li>\n<li><p><strong>Applikationssicherung</strong><br>Ein praxisorientiertes Beispiel hierfür, ist die Sicherung eines Datenbankservers, z.B. Microsoft SQL Server. Dabei wird theoretisch “nur” die Datenbankdatei gesichert, aber praktisch hängt ein wenig mehr daran. Bei vielen Datenbankservern muss tatsächlich nur die Datenbank selbst gesichert werden, weil (im besten Fall) keine anderen Dateien oder Anwendungen auf dem System gespeichert sind.</p>\n</li>\n<li><p><strong>Systemabbild</strong><br>Dafür gibt es noch weitere Namen “Image-Backup” oder “Bare Metal Restore”. Hierbei wird so gesichert, dass Sie das komplette System an einer anderen Stelle wiederherstellen können. Für Systeme, die besonders verfügbar sein müssen, ist das eine gute Lösung.</p>\n</li>\n</ol>\n<p>Hinweis zur Güte: Die Sicherungsmodelle sind nur grob zusammengefasst, damit Sie eine grundsätzliche Idee davon bekommen.</p>\n<p>Jetzt kann es sein, dass Sie mehrere Programme brauchen, weil Sie verschiedene Systeme unterschiedlich sichern möchten.</p>\n<h2>Worauf muss ich achten? [Software]</h2>\n<h3>Software</h3>\n<ol>\n<li><p>Ist mein Betriebssystem bzw. meine Anwendung (bei Applikationssicherung) kompatibel?</p>\n</li>\n<li><p>Können Backups verschlüsselt werden?</p>\n</li>\n<li><p>Können Backups auf entfernte Speicher verschlüsselt übertragen werden?</p>\n</li>\n<li><p>Kann ich einen automatischen Rhythmus/Zyklus einstellen?</p>\n</li>\n<li><p>Kann ich mich informieren lassen, wenn eine Sicherung nicht erstellt wird?</p>\n</li>\n<li><p>Bin ich in der Lage das Programm zu bedienen und korrekt einzustellen?</p>\n</li>\n</ol>\n<h3>Speicher</h3>\n<p>Beim Speichern von Sicherungen halten Sie sich an die allgemein anerkannte “<strong>3-2-1 Regel</strong>”. Die besagt folgendes:</p>\n<p>Haben Sie <strong>3 Kopien</strong> in <strong>2 Speicherorten</strong>, von denen <strong>1 außerhalb des Netzwerks</strong> ist.</p>\n<h4>Praxis:</h4>\n<p>Erstellen Sie ein Backup Ihrer Datenbank. Ein Backup liegt auf dem Datenbank-Server, eins liegt auf Ihrem NAS und eins liegt in der Cloud.</p>\n<p>Damit haben Sie grundsätzlichste Sicherheit erreicht.</p>\n<p><strong>Bei der Auswahl von Cloudspeicher achten Sie darauf</strong>:</p>\n<ol>\n<li><p>Genug Speicherplatz für den Zyklus</p>\n</li>\n<li><p>Speicher ist verschlüsselt</p>\n</li>\n<li><p>Speicher ist verschlüsselt erreichbar (Hinweis ftp:// ist nicht verschlüsselt)</p>\n</li>\n<li><p>Sicherungen sind nicht von fremden erreichbar<br>Ihre Backups sollten unter keinem Umstand der Welt unter <a href=\"http://www.example.com/Mein-Datenbank-Backup-2022.bak\" title=\"http://www.example.com/Mein-Datenbank-Backup-2022.bak\">www.example.com/Mein-Datenbank-Backup-2022.bak</a> erreichbar sein.</p>\n</li>\n</ol>\n<p>Um Speicherplatz zu sparen, können Sie auf Software oder Speicherplatz setzen, der de-dupliziert. Sie sollten aber nicht an der Anzahl Backups sparen.</p>\n<h2>Betrieb/Wartung/Aufrechterhaltung</h2>\n<h3>Überwachung</h3>\n<p>Etwas Klischeehaft: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser…</p>\n<p>Aber bei der Sicherung Ihrer Daten ist das entscheidend. Die Softwarelösung sollte durch Sie überwacht werden können. Schlägt ein Backup fehl, sollte es einen Alarm geben. Läuft Ihr Speicherplatz voll, sollten Sie das wissen. Wenn Sie in einem Bericht sehen, dass die erwartete Menge, deutlich kleiner ist, sollten Sie die Möglichkeit haben, das zu überprüfen.</p>\n<p>Das Stichwort ist Monitoring. Im Zweifel ist es sinnvoll sich für ein Managed Backup zu entscheiden, also eine Lösung, die durch den Anbieter überwacht wird.</p>\n<h3>Rücksicherungstest</h3>\n<p>Das Erstellen und richtige Speichern von Backups ist das eine. Es gehört aber zu einer richtigen Strategie, dass Sie Backups regelmäßig in ein Testsystem einspielen, um zu überprüfen, ob es funktioniert.</p>\n<p>Weiter oben haben wir von Integrität gehört - und dass man verpflichtet ist, dafür zu sorgen.</p>\n<p>Aller spätestens nach 6 Monaten sollte ein Rücksicherungstest durchgeführt werden.</p>\n<h2>Überblick</h2>\n<p>Datensicherung ist ein elementarer Bestandteil moderner digitaler Infrastruktur. Für rechtliche Anforderungen u.a. der DSGVO und als Versicherung für einen Datenverlust sind Backups entscheidende Faktoren, die im Zweifel für das Fortbestehen eines Unternehmens entscheiden.</p>\n<p>Vergangene Vorfälle wie der Brand im Straßburger Rechenzentrum von OVH, bei dem viele Firmen Daten unrettbar verloren haben, zeigen die Relevanz von Sicherungen. Unter den betroffenen sind große Firmen wie Facepunch (ein Spieleentwickler mit über 38 Mio. verkauften Spielen) oder die internationale Anwaltskanzlei Leroi&amp;Associés.</p>\n<p>Eine richtige Sicherungs-Strategie ist eine Versicherung und ein Garant für ruhigen Schlaf.</p>\n<h2>Chancen / Vorteile</h2>\n<h3>Wiederherstellung</h3>\n<p>Ob verlorene Daten durch defekt oder zerstörte Daten durch Hackerangriffe und Malware - Wenn Sie im Schadenfall auf Sicherungen zurückgreifen können, stellen Sie Ihre Betriebsfähigkeit im Handumdrehen wieder her.</p>\n<h3>Migration</h3>\n<p>Mit einer Datensicherung stellen Sie nicht nur Daten wieder her, sondern können auch schneller in andere Systeme umziehen. Das macht einen Server-Wechsel in einigen Fällen zum Kinderspiel.</p>\n<h3>Cyber Sicherheit</h3>\n<p>Wir wünschen niemanden, Bitcoins an Erpresser zu zahlen, um Systeme wieder zu entschlüsseln. Laut einer Studie wird der Gesamtumsatz von Cyber-Kriminalität auf ca. 600 Mrd. Euro geschätzt.</p>\n<p>Eine Backup-Strategie ist ein wichtiger Baustein, um Ihr Unternehmer von Angriffen zu schützen.</p>\n<h3>Versicherung</h3>\n<p>Viele Unternehmen versichern sich gegen die Schäden, die durch “Cyber-Crime” verursacht werden. Die meisten Versicherungen stellen hohe Bedingungen an Ihre IT Infrastruktur, um Sie überhaupt zu versichern. Eine Backup-Strategie ist in der Regel immer Bestandteil dieser Bedingungen.</p>\n<h2>Risiken / Nachteile</h2>\n<p>Fehlende Datensicherungen haben bei Verlusten verheerende Auswirkungen. Daher sind Backups unverzichtbare Basics für IT Systeme.</p>\n<p>Erst im Jahr 2022 musste der Küchenhersteller “Rational” aus Melle Insolvenz anmelden, weil ein Stromausfall zu irreparablen Datenverlust geführt habe.</p>\n<h2>Ziele</h2>\n<h3>Schutz vor Daten-Verlust</h3>\n<p>Mit einer ausgefeilten Backup-Strategie schützen Sie Ihr Unternehmen davor, wichtige Daten dauerhaft zu verlieren. Bei Defekten und Ausfällen können Sie Ihren Betrieb schnell wieder herstellen.</p>\n<h3>Erlangen von Versicherungs-Schutz</h3>\n<p>Angriffe aus dem Internet werden immer häufiger und immer raffinierter. Viele Unternehmen versichern sich gegen den finanziellen Schaden. Versicherer setzen oft ein gewissen Standard in der IT-Sicherheit voraus. Mit einem Backup machen Sie einen Schritt zur sicheren IT.</p>\n<h3>Einhaltung von Datenschutzrecht</h3>\n<p>Die Datenschutzgrundverordnung verpflichtet Sie personenbezogene Daten verschlüsselt und vertraulich zu sichern.</p>\n<h3>Sicherstellen des Geschäftsbetriebs</h3>\n<p>Schlussendlich geht es bei der Sicherung von Daten darum, dass Sie Ihr Unternehmen für die Zukunft sichern. Wie weit kämen Sie, wenn Sie morgen alle Daten verloren hätten? Wie gut würden Sie schlafen, wenn Sie wüssten, dass Sie richtig professionelles Datensicherungs-Konzept haben, auf das Sie sich im Notfall verlassen könnten?</p>\n","image":{"class":"","src":{"thumbnail":"https://cdn.recent.digital/uploads/thumbnail_datensicherheit_konzept_erstellung_5120a84b4d.webp","small":"https://cdn.recent.digital/uploads/small_datensicherheit_konzept_erstellung_5120a84b4d.webp","medium":"https://cdn.recent.digital/uploads/medium_datensicherheit_konzept_erstellung_5120a84b4d.webp","large":"https://cdn.recent.digital/uploads/large_datensicherheit_konzept_erstellung_5120a84b4d.webp","original":"https://cdn.recent.digital/uploads/datensicherheit_konzept_erstellung_5120a84b4d.webp"},"title":"Erstellen eines Datensicherungskonzepts"},"slug":"/Datensicherung/erstellen-eines-datensicherungskonzepts/","seoURL":"Datensicherung/erstellen-eines-datensicherungskonzepts","author":{},"linkText":"Mehr erfahren"},{"title":"Notfall-Management - Einstieg","createdAt":"2024-06-25T14:14:37.356Z","updatedAt":"2026-02-04T01:50:42.837Z","publishedAt":"2026-02-04T01:50:44.434Z","short_description":"<p>Notfall-Management, auch bekannt als Business Continuity Management System (BCMS), stellt sicher, dass der Geschäftsbetrieb im Falle eines Notfalls fortgesetzt werden kann.</p>\n","description":"<h2>Notfall-Management als Business Continuity Management System (BCMS): Ein Leitfaden für Unternehmer</h2>\n<h2>Einführung</h2>\n<p>Notfall-Management, auch bekannt als Business Continuity Management System (BCMS), stellt sicher, dass der Geschäftsbetrieb im Falle eines Notfalls fortgesetzt werden kann.</p>\n<h2>Was ist ein Business Continuity Management System (BCMS)?</h2>\n<p>Ein BCMS ist ein strukturiertes System, das darauf abzielt, den Geschäftsbetrieb während und nach einem Notfall aufrechtzuerhalten. Es umfasst die Erstellung von Plänen und Prozessen, die sicherstellen, dass kritische Geschäftsprozesse auch bei Störungen oder Ausfällen fortgeführt werden können.</p>\n<h2>Warum ist ein BCMS wichtig für Ihr Unternehmen?</h2>\n<h3>Ein Plan bei Betriebsunterbrechungen</h3>\n<p>Ein BCMS schützt Ihr Unternehmen nicht vor Unterbrechungen. Stattdessen versetzt es Ihre Organisation in die Lage, einen kühlen Kopf zu behalten, weil jeder weiß was zu tun ist.</p>\n<p>Stellen Sie sich die Frage, ob Sie, Ihre Kollegen oder Angestellten wissen, was zu tun ist, wenn Ihr Datenbankserver ausfällt. Weiß jeder wo Dokumente und Pläne zu finden sind, die erklären, wie die Ausweich-Prozesse funktionieren und wer umgehend zu informieren? </p>\n<h3>Sicherstellung der Geschäftskontinuität</h3>\n<p>Durch die Implementierung eines BCMS können Sie sicherstellen, dass Ihre Geschäftsprozesse im Falle eines Notfalls schnell wieder aufgenommen werden können, was die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen minimiert.</p>\n<h3>Erfüllung gesetzlicher Anforderungen</h3>\n<p>Viele Branchen unterliegen gesetzlichen Vorschriften, die ein effektives Notfall-Management vorschreiben. Ein BCMS hilft Ihnen, diese Anforderungen zu erfüllen und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.</p>\n<h2>Die Rolle der Risiko-Analyse im BCMS</h2>\n<p>Die Risiko-Analyse, auch Business Impact Analyse (BIA), bildet die Grundlage für ein effektives BCMS. Sie umfasst das Identifizieren und Kategorisieren von Unternehmens-Assets nach ihrem Risikopotenzial und Schutzbedarf.</p>\n<h3>Identifizierung und Bewertung von Risiken</h3>\n<p>Die BIA hilft Ihnen, Risiken zu identifizieren und zu bewerten, die den Geschäftsbetrieb gefährden könnten. Dies umfasst die Analyse von IT-Systemen, Datenbanken, Netzwerkinfrastrukturen und anderen kritischen Komponenten.</p>\n<h3>Erkennung von Schwachstellen</h3>\n<p>Durch die Risiko-Analyse können Sie Schwachstellen in Ihrer IT-Infrastruktur und Geschäftsprozessen erkennen. Dies ermöglicht es Ihnen, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um diese Schwachstellen zu beheben und das Risiko zu minimieren.</p>\n<h2>Implementierung eines BCMS</h2>\n<h3>Schritt 1: Erstellung eines Notfall-Plans</h3>\n<p>Ein detaillierter Notfall-Plan ist das Herzstück eines BCMS. Er sollte klare Anweisungen enthalten, wie im Falle eines Notfalls vorzugehen ist, welche Ressourcen benötigt werden und wer verantwortlich ist.</p>\n<h3>Schritt 2: Schulung und Sensibilisierung</h3>\n<p>Mitarbeiter müssen regelmäßig geschult und für die Bedeutung des BCMS sensibilisiert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie im Ernstfall angemessen reagieren und die festgelegten Prozesse einhalten.</p>\n<h3>Schritt 3: Testen und Überprüfen</h3>\n<p>Ein BCMS muss regelmäßig getestet und überprüft werden, um sicherzustellen, dass es im Ernstfall funktioniert. Simulieren Sie verschiedene Notfallszenarien und überprüfen Sie, ob die bestehenden Pläne und Prozesse ausreichen.</p>\n<h3>Schritt 4: Kontinuierliche Verbesserung</h3>\n<p>Ein BCMS ist ein lebendes System, das kontinuierlich verbessert werden muss. Sammeln Sie Feedback, analysieren Sie Vorfälle und passen Sie Ihre Pläne und Prozesse entsprechend an.</p>\n<h2>Aufwand eines BCMS</h2>\n<p>Lassen Sie sich nicht täuschen. Die Erstellung und Implementierung eines so umfangreichen System ist keine Aufgabe für ein Wochenende. Je nach Größe und Komplexität Ihrer Organisation dauert die Umsetzung mehrere Monate, teilweise Jahre.</p>\n<p><strong>Es gibt kein “Fertig”</strong>. Der entscheidende Schritt ist die Kontinuierliche Verbesserung. Das System muss immer wieder auf den Prüfstand und erweitert und angepasst werden. So dynamisch wie die Welt und Ihre Organisation ist, ist das eine Aufgabe die in das Tagesgeschäft eingebaut werden muss.</p>\n<h2>Wichtige Kennzahlen im BCMS</h2>\n<h3>MTPD (Maximum Tolerable Period of Disruption)</h3>\n<p>Die maximale tolerierbare Ausfallzeit definiert, wie lange ein Geschäftsprozess unterbrochen sein darf, bevor erheblicher Schaden entsteht.</p>\n<h3>RTO (Recovery Time Objective)</h3>\n<p>Die Zielzeit für die Wiederherstellung gibt an, wie schnell ein Geschäftsprozess nach einem Ausfall wiederhergestellt werden muss.</p>\n<h3>RPO (Recovery Point Objective)</h3>\n<p>Der maximal zulässige Datenverlust definiert, wie viele Daten im Falle eines Ausfalls verloren gehen dürfen.</p>\n<h2>Jetzt Anfangen</h2>\n<ul>\n<li>Wichtig ist einfach zu starten. Auch wenn das abgedroschen klingt.</li>\n<li>Führen Sie eine Risiko-Analyse für die wichtigsten Bausteine (IT-Systeme, Dienste, Daten-Speicher, Prozesse) in Ihrem Unternehmen an</li>\n<li>Erstellen Sie für die gefährdeten und geschäfts-kritischen Bausteine Dokumente an, in denen Sie darstellen, was zu tun ist, wenn diese Baustein ausfällt.</li>\n<li>Testen Sie Ihren Plan</li>\n<li>Zeigen Sie allen relevanten Personen in Ihrer Organisation diesen Plan</li>\n</ul>\n","image":{"class":"","src":{"thumbnail":"https://cdn.recent.digital/uploads/thumbnail_bia_download_e4c5ab5894.webp","small":"https://cdn.recent.digital/uploads/small_bia_download_e4c5ab5894.webp","medium":"https://cdn.recent.digital/uploads/medium_bia_download_e4c5ab5894.webp","large":"https://cdn.recent.digital/uploads/bia_download_e4c5ab5894.webp","original":"https://cdn.recent.digital/uploads/bia_download_e4c5ab5894.webp"},"title":"Notfall-Management - Einstieg"},"slug":"/Datensicherung/notfall-management-einstieg/","seoURL":"Datensicherung/notfall-management-einstieg","author":{},"linkText":"Mehr erfahren"},{"title":"Richtline: Erstellung eines Datensicherungskonzepts","createdAt":"2024-06-25T17:43:22.974Z","updatedAt":"2024-06-26T11:25:10.572Z","publishedAt":"2024-06-25T17:51:13.076Z","short_description":"<p>Ein Beispiel einer Datensicherungsrichtlinie zum Erstellen eines Backup-Konzepts.</p>\n","description":"<h2>1. BSI Baustein</h2>\n<p>Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt im BSI Grundschutz einen Baustein für eine ISO-Kompatible Integration eines Datensicherungskonzepts bereit.</p>\n<p><a href=\"/info/bsi-baustein-con-3-datensicherung\">Hier finden Sie Informationen zum Baustein CON.3</a></p>\n<p>Wir haben für diese Richtlinie die Arbeit des BSI als Grundlage benutzt.</p>\n<h2>2. Software zur Datensicherung</h2>\n<p>Mindestanforderung an eingesetzte Software-Lösungen:</p>\n<ol>\n<li>Integritätsprüfung</li>\n<li>Verschlüsselung der Backups</li>\n<li>Komprimierung der Backups</li>\n<li>Übertragung auf entfernte Ziele</li>\n<li>Überwachung <strong>und Alarmierung</strong></li>\n<li>Automatisierung</li>\n</ol>\n<h2>3. Datensicherung</h2>\n<p>Die tatsächlichen Datensicherungs-Parameter werden immer anhand der Schutzklassen des bewerteten Assets festgelegt.</p>\n<p>Dabei sind die Zyklen und Methoden entsprechend der Wichtigkeit bzw. des Risikos der Bewertungen der Verfügbarkeit entscheidend.</p>\n<p>Nachfolgend werden die Richtlinien für die Parameter innerhalb der Organisation festgelegt.</p>\n<p>Zu berücksichtigen ist die Änderungshäufigkeit der Daten innerhalb der Systeme. Bei statischen Daten, mit einer hohen Anforderung an Verfügbarkeit, KANN der zu verwendene Zyklus entsprechend reduziert werden.</p>\n<h3>3.1 Datensicherungsmethode</h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Sicherungsmethoden</strong></th>\n<th><strong>Erklärung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>Vollständiges Backup</td>\n<td>Vollständiges Backup der Quelle.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Differentielles Backup</td>\n<td>Sicherung der geänderten Daten seit der letzten vollständigen Sicherung.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Inkrementelles Backup</td>\n<td>Sicherung der geänderten Daten seit der letzten Sicherung. Dabei kann die letzte Sicherung eine Vollständige, differentielle oder inkrementelle Sicherung sein.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Log Backup</td>\n<td>Sicherung von MS SQL Datenbanken im Log-Modus.</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h3>3.2. Datensicherungsart</h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Sicherungsart</strong></th>\n<th><strong>Erklärung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>Datei-Sicherung</td>\n<td>Hierbei werden Dateien und Verzeichnisse gesichert, sodass einzelne Dateien bei Verlust und versehentlicher Änderung wiederhergestellt werden können.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Image-Sicherung</td>\n<td>Hierbei handelt es sich um ein Bare-Metal-Restore (BMR) bei dem das gesamte Betriebssystem des gesicherten Hosts als Image-Datei gesichert wird. Dadurch lässt sich das System vollständig wiederherstellen. Zusätzlich kann das System auf einem anderen Ziel-System wiederhergestellt werden.</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h3>3.3 Sicherungsziele</h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Ziel</strong></th>\n<th><strong>Erklärung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>Lokal</td>\n<td>Das lokale Backup dient zur schnellen Wiederherstellung bei Fehlern.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Cloud Speicher</td>\n<td>Die Datensicherung in der Cloud werden immer in 2 unterschiedliche Rechenzentren repliziert und werden dort verschlüsselt vorgehalten.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Weitere individuelle Medien</td>\n<td>Weitere Medien können bei Bedarf festgelegt werden. Dazu zählen USB-Sticks und Festplatten, Band-Geräte oder andere Datenträger.</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h3>3.4 Zyklen + Aufbewahrung</h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Zyklus</strong></th>\n<th><strong>Zeitpunkt</strong></th>\n<th><strong>Aufbewahrung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>15-Minuten Einfach</td>\n<td>Alle 15 Minuten ab der vollen Stunde</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Tag<br><br>Einfache 15-Minuten-Sicherungen werden bis zur nächsten treuen Sicherung des Folgetags aufbewahrt und anschließend gelöscht</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Stündlich Einfach</td>\n<td>zu jeder vollen Stunde</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Tag<br><br>Einfache stündliche Sicherungen werden bis zur nächsten treuen Stunde des Folgetags aufbewahrt und anschließend gelöscht</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Täglich einfach</td>\n<td>Täglich 23:00 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Tag<br><br>Einfache Tägliche Sicherungen werden bis zur nächsten Sicherung aufbewahrt und anschließend gelöscht</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Täglich</td>\n<td>Täglich 23:00 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 7 Tage<br><br>Die täglichen Sicherungen werden bis zum nächsten gleichen Wochentag aufbewahrt bzw. überschrieben. Eine Sicherung die Dienstags erstellt wird, wird den folgenden Dienstag überschrieben</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Wochentäglich</td>\n<td>Täglich 23:00 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 30 Tage<br><br>Die wochentäglichen Sicherungen werden bis zum nächsten gleichen Wochentag des Folgemonats aufbewahrt bzw. überschrieben. Eine Sicherung die Dienstags erstellt wird, wird den folgenden Monats zum selben Dienstag überschrieben</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Wöchentlich</td>\n<td>Dienstag 23.00</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Monat<br><br>Die wochentäglichen Sicherungen werden Dienstags erstellt und den Dienstag des folgenden Monats überschrieben.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Monatlich einfach</td>\n<td>Letzter Tag im Monat 23:59 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Monat  <br>Sicherungstag: Letzter Tag des Monats<br><br>Die einfache monatliche Sicherung wird zu einem Kalendertag erstellt und am Kalendertrag des Folgemonats überschrieben. Beispielsweise der 15. eines Monats</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Monatlich</td>\n<td>Letzter Tag im Monat 23:59 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 12 Monate  <br>Sicherungstag: Letzter Tag des Monats<br><br>Die monatliche Sicherung wird zu einem Kalendertag erstellt und am Kalendertrag des gleichen Monats im Folgejahr überschrieben.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Jährlich einfach</td>\n<td>Letzter Tag im Jahr 23:59 Uhr</td>\n<td>Aufbewahrung: 1 Jahr  <br>Sicherungstag: Letzter Tag des Jahres<br><br>Die einfache Jahressicherung wird zum Kalendertag des Folgejahres überschrieben. Beispielsweise immer zu 1. Januar</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Manuell</td>\n<td>Manuelle Erstellung</td>\n<td>Aufbewahrung: 2 Zyklen<br><br>Die letzte Sicherung wird immer als zweite Version aufbewahrt.</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h3>3.5. Datensicherungs-Anforderungen</h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Risiko-Klasse</strong></th>\n<th><strong>Anforderung</strong></th>\n<th><strong>Art</strong></th>\n<th><strong>Methode</strong></th>\n<th><strong>Zyklus</strong></th>\n<th><strong>Ziele</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>Sehr Niedrig</td>\n<td>MUSS</td>\n<td>Keine Sicherung</td>\n<td></td>\n<td></td>\n<td></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>SOLL</td>\n<td>*   Datei-Sicherung</td>\n<td>*   Vollständig</td>\n<td>*   Monatlich<br>    <br>*   Jährlich Einfach</td>\n<td>*   Primär-Cloud</td>\n<td></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Moderat</td>\n<td>MUSS</td>\n<td>*   Datei-Sicherung</td>\n<td>Vollständige Datensicherung</td>\n<td>*   Monatlich<br>    <br>*   Jährlich Einfach</td>\n<td>*   Cloud-Speicher</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>SOLL</td>\n<td>*   Datei-Sicherung<br>    <br>*   Image-Sicherung</td>\n<td>Vollständige Datensicherung</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   Wöchentlich<br>    <br>*   Jährlich Einfach<br>    <br><br>Image-Sicherung<br><br>*   Monatlich Einfach</td>\n<td>*   Cloud-Speicher</td>\n<td></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Kritisch</td>\n<td>MUSS</td>\n<td>*   Datei-Sicherung</td>\n<td>*   Vollständiges Backup<br>    <br>*   Inkrementelles Backup</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   Täglich Einfach<br>    <br>*   Wochentäglich<br>    <br><br>Image-Sicherung<br><br>*   Monatlich</td>\n<td>*   Cloud-Speicher<br>    <br>*   Lokal</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>SOLL</td>\n<td>*   Datei-Sicherung<br>    <br>*   Image-Sicherung</td>\n<td>*   Vollständiges Backup<br>    <br>*   Inkrementelles Backup</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   Stündlich<br>    <br>*   Täglich Einfach<br>    <br>*   Wochentäglich<br>    <br><br>Image-Sicherung<br><br>*   Wöchentlich<br>    <br>*   Jährlich</td>\n<td>*   Cloud-Speicher + 1<br>    <br>*   Lokal</td>\n<td></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Bedrohlich</td>\n<td>MUSS</td>\n<td>*   Datei-Sicherung<br>    <br>*   Image-Sicherung</td>\n<td>*   Vollständiges Backup<br>    <br>*   Inkrementelles Backup</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   Täglich Einfach<br>    <br>*   Wochentäglich<br>    <br><br>Image-Sicherung<br><br>*   Wöchentlich<br>    <br>*   Jährlich</td>\n<td>*   Cloud-Speicher + 1<br>    <br>*   Lokal</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>SOLL</td>\n<td>*   Datei-Sicherung<br>    <br>*   Image-Sicherung</td>\n<td>*   Vollständiges Backup<br>    <br>*   Inkrementelles Backup</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   Stündlich Einfach<br>    <br>*   Täglich Einfach<br>    <br>*   Wochentäglich<br>    <br><br>Image-Sicherung<br><br>*   Wöchentlich<br>    <br>*   Jährlich</td>\n<td>*   Cloud-Speicher + 1<br>    <br>*   Lokal +1</td>\n<td></td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h2>4. Festlegen der Anforderung je Asset</h2>\n<p>Die Anforderung je Asset werden an den Sicherheitszielen und der Strategie des Unternehmens angelegt. Als Richtlinie legen wir wie folgt an:</p>\n<p>Risiko-Klasse des Assets innerhalb von 72 Stunden.</p>\n<p>Wenn die Risiko-Klasse eines Assets innerhalb von 72 Stunden nach Ausfall die Klasse “Kritisch” erreicht, werden die Anforderung an die Datensicherung entsprechend angelegt.</p>\n<p>Weiterhin wird die Auswahl begründet.</p>\n<h2>4.1 Klassifizierung der Risiko-Klassen</h2>\n<p>Die Risiko-Klassen werden nach unserer Business-Impact-Analyse (BIA) je Asset identifiziert. Dabei spielt die Schadensklasse entsprechend der Ausfallzeit die entscheidende Rolle für die endgültige Risiko-Klasse.</p>\n<h2>4.2 Vorgaben für spezifische Systeme (Beispiele)</h2>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th><strong>Asset</strong></th>\n<th><strong>Risiko nach 72h</strong></th>\n<th><strong>Sicherungsquelle / Art</strong></th>\n<th><strong>Methode + Software</strong></th>\n<th><strong>Zyklus</strong></th>\n<th><strong>Sicherungsziel</strong></th>\n<th><strong>Begründung</strong></th>\n</tr>\n</thead>\n<tbody><tr>\n<td>MS SQL Datenbank (ERP)</td>\n<td>Bedrohlich</td>\n<td>Datei-Sicherung</td>\n<td>Vollständiges Backup<br><br>(Tool: Recent Managed Backup)</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>* Täglich Einfach<br> * Wochentäglich <br> * Monatlich</td>\n<td>Täglich einfach → lokal<br><br>*   Primäre Cloud</td>\n<td>Entscheidend sind die DB-Dateien. Lokal werden Sicherungen aufbewahrt, um Sie schnell einspielen zu können. Eine redundante primäre und eine redundante Sekundäre Cloud werden genutzt, um Sicherungen zu verteilen.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Inkrementelles Backup</td>\n<td>Datei-Sicherung<br><br>*   15-Minuten<br>    <br>*   Täglich</td>\n<td>*   Lokal + Sekundäre Cloud</td>\n<td></td>\n<td></td>\n<td></td>\n<td></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Datenbank Server</td>\n<td>Kritisch</td>\n<td>keine</td>\n<td>keine</td>\n<td>keine</td>\n<td>keine</td>\n<td>Ein DB-Server kann in der Cloud oder lokal innerhalb von 24h Aufgesetzt werden. Die DB-Dateien können hier wiederhergestellt werden</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Webshop Datenbank</td>\n<td>Kritisch</td>\n<td>Datei-Sicherung</td>\n<td>Vollständiges Backup</td>\n<td>*   Wöchentlich<br>    <br>*   manuell</td>\n<td>Sekundäre Cloud</td>\n<td>Die Datenbank des Webshops hat keine wichtigen Informationen. Aber statische Konfigurationsdaten. Daher reicht es einmal pro Woche eine Sicherung zu erstellen bzw. manuell bei Konfigurationsänderungen</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Webshop Daten</td>\n<td>Kritisch</td>\n<td>Image-Sicherung</td>\n<td>Vollständiges Backup<br><br>(Tool: Managed by Hoster)</td>\n<td>Wochentäglich</td>\n<td>lokal + 1</td>\n<td>Wir nutzen die interne Backup-Methode des Hosters. Hier werden täglich Sicherungen für 14 Tage erstellt und in einem separaten Speicherplatz in der selben Cloud vorgehalten. Die Dateien selbst sind innerhalb von einem Tag wiederherstellbar - ohne Backup des Hosters.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Webshop Template</td>\n<td>Moderat</td>\n<td>Datei-Sicherung</td>\n<td>Vollständiges Backup<br><br>(Tool: Git)</td>\n<td>manuell</td>\n<td>Sonstige (Gitlab)</td>\n<td>Bei Änderungen am Template, nutzen wir die Versionierung via <a href=\"http://gitlab.com/\" title=\"http://Gitlab.com\">Gitlab.com</a></td>\n</tr>\n<tr>\n<td>Telefonanlage</td>\n<td>Moderat</td>\n<td>Datei-Sicherung</td>\n<td>Vollständiges Backup<br><br>(Tool: Manuell)</td>\n<td>manuell</td>\n<td>Sekundär Cloud</td>\n<td>Bei Änderungen an der Konfiguration, sichern wir die Konfiguration in die Sekundär-Cloud.</td>\n</tr>\n<tr>\n<td>E-Mail Postfächer</td>\n<td>Moderat</td>\n<td>Keine (Archivierung)</td>\n<td></td>\n<td></td>\n<td></td>\n<td>E-Mails werden nicht gesichert. Stattdessen werden E-Mails beim Empfang archiviert. Eine Wiederherstellung von E-Mails ist ausschließlich zur Einhaltung gesetzl. Vorgaben notwendig. Einen Einfluss auf die Produktivität des Unternehmens haben fehlende E-Mails in der Regel nicht.</td>\n</tr>\n</tbody></table>\n<h2>5. Manuelle Sicherungen</h2>\n<p>Abweichend von Sicherungszyklen erstellte Backups sollen erstellt werden, wenn technische Änderungen am Asset durchgeführt werden. Dazu zählen zum Beispiel Updates.</p>\n<p>Nach Erstellung der manuellen Sicherung soll ein direkter Wiederherstellungstest in einem Nicht-Produktiv-System durchgeführt werden.</p>\n<p>Die Sicherung kann nach erfolgreicher technischer Änderung dauerhaft gelöscht werden. Die Löschung soll in einem Löschprotokoll erfasst und im Vorgang hinterlegt werden.</p>\n<h2>6. Wiederherstellung</h2>\n<p>Der Sicherungszyklus muss sich in der MUSS-Anforderung mindestens nach dem RPO (Recovery Point Objective) richten und wird entsprechend verkürzt, falls die Zeit in der Vorgabe nach oben abweicht.</p>\n<h2>6.1 Wiederherstellungstest</h2>\n<p>Die Wiederherstellung muss regelmäßig getestet werden. Innerhalb der Richtlinien des BCMS (Business Continuity Management Systems) wird der Zyklus der Notfall-Simulationen geregelt.</p>\n<p>Mindestens 1 Mal im Jahr müssen Sicherungskopien in ein Testsystem eingespielt und auf Konsistenz und Funktion getestet werden. Dazu wird die Checkliste “Wiederherstellungstest” entsprechend des wiederherzustellenden Assets genutzt.</p>\n<p>Das Ergebnis wird dokumentiert und fließt in den Notfall-Präventionsprozess ein.</p>\n<h2>6.2 Fehlgeschlagene Wiederherstellung</h2>\n<p>Wenn die Wiederherstellung einer Sicherung fehlschlägt muss sofort die Sicherungsprozedur überprüft und so konfiguriert werden, dass eine funktionierende Sicherung vom System erstellt wird. Die Ursache soll gefunden und als Protokoll durch die Checkliste “Wiederherstellungstest” erfasst werden.</p>\n<blockquote>\n<p><strong>Disclaimer</strong>:\nBitte beachten Sie unbedingt, dass es sich hier um eine beispielhafte Vorlage handelt.\nWir haben diese Vorlage nach besten Wissen und Gewissen und in Zusammenarbeit mit Experten erstellt. \nWenn Sie diese Vorlage verwenden möchten, beachten Sie bitte die folgende Lizenzbestimmung.</p>\n</blockquote>\n<h3>Lizenz</h3>\n<p>Dieses Dokument darf zur internen Nutzung verwendet werden. 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Als Vorlage dient die ausführliche und überaus komplexe Vorlage des BSI, aber um klein anzufangen und nicht sofort überwältigt zu sein, nutzen Sie diese Vorlage.</p>\n<form action=\"https://recent.cloud/downloads/BIA-2023-Version2-public.xlsx\"><button type=\"submit\" class=\"p-2 border border-neutral-300 hover:bg-neutral-200 rounded-lg shadow flex gap-2 items-center fill-neutral-600 text-sm cursor-pointer\" data-umami-event=\"BIA-2023-Download\" data-umami-event-utm_source=\"Webinar-Es-Geht-um-Euer-Backup-2026-02-04\">📕 Business Impact Analyse (BIA) herunterladen</button></form>\n","manufacturer":"recent.digital [hardcode]","delivery":"2 Werktage [hardcode]","leistungen":{},"BuyBox":{},"config":[]},"collection":"info"}}