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Windows Server Hosting - ein kurzer Einstieg

Windows Server Hosting - ein kurzer Einstieg

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In diesem Artikel geben wir einen kurzen Überblick ĂŒber die Unterschiede von stationĂ€ren und gehotsten Server mit Windows und worauf Sie achten sollten, bevor Sie einen Server anschaffen.

Torben Zarnick

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Was sind Windows Server?

Die Definition fĂŒr Windows-Server lautet: Der Begriff Windows Server bezieht sich auf jede Art von Serverinstanz, die mit einem der Betriebssysteme der Windows-Server-Familie installiert, betrieben und verwaltet wird. Wobei wir uns nachfolgend auf gehostete Windows Server, seien es Hardware- oder virtuelle Server, die in einem Rechenzentrum betrieben werden, beschrĂ€nken.

Solche auf diese Art betriebene Server werden als Infrastructure as a Service (IaaS) bezeichnet. Der Betreiber sorgt fĂŒr Server-VerfĂŒgbarkeit, Funktion der Hardware sowie fĂŒr das schnelle Beheben bei eventuell auftauchenden Fehlern. Durch eine redundante Aufbauweise, also ein mehrfaches Vorhandensein von relevanter Technik als Absicherung gegen AusfĂ€lle, sorgt der Anbieter dafĂŒr, dass StromausfĂ€lle und Internet-Störungen keinen Einfluss auf die VerfĂŒgbarkeit fĂŒr den Kunden haben.

Da Windows Server ĂŒblicherweise mit dem Microsoft Windows Server Betriebssystem versehen sind, sieht die OberflĂ€che wie die eines gewöhnlichen Desktop-Windows-Systems aus. Allerdings weist sie weitaus mehr Funktionen, die die Eigenschaften eines Servers darstellen, auf. Dazu gehören Benutzerverwaltungsdienste, Webserver, Dokumenten-Dienste und Rollen-Dienste.

Server werden immer dann eingesetzt, wenn ein oder mehrere Dienste zentral von einer großen Anzahl an Benutzern und GerĂ€ten (Clients) verwendet werden mĂŒssen. Das klassische Beispiel ist der Datenbank-Server mit Microsoft SQL Server, den auch die JTL Wawi Datenbank benötigt. Anders als der PC am Arbeitsplatz ist ein Server eigentlich immer in Betrieb, was entsprechende Anforderungen an die Hardware mit sich bringt.

"Immer wenn Server in einem WAN (Wide Area Network) oder auch einfach INTERNET angebunden sind, ist der Schutzbedarf besonders hoch; denn in der Regel liegen hier zentrale und ĂŒberlebenswichtige Dienste und Informationen von Unternehmen."

Was ist der Unterschied zwischen einen Cloud und einem virtuellen Server?

Oft werden Cloud-Server mit virtuellen Servern gleichgesetzt oder verwechselt. Einen wirklich standardisierten Unterschied gibt es nicht, weil viele Anbieter beide gleichwertig verwenden.

  • Cloud Server sind virtuelle Ressourcen aus einem Cluster-System oder Pool-System. Dabei bucht man als Kunde Rechenleistung, z.B. 4x CPU Kern mit 2,4 Ghz
  • Virtuelle Server (vServer) sind auch virtuelle Ressourcen, auch aus Cluster- oder Pool-Systemen, allerdings bekommt man als Kunde Hardware-Ressourcen fest zugewiesen. Beim Beispiel der CPUs wĂŒrde man hier 4x Intel XEON 1234 mit 2,4 Ghz bekommen – also echte Prozessor-Leistung, statt kumulierte bzw. Kollektive Rechenleistung

Cloud-Server und vServer stehen in der Cloud und sind beide virtualisiert. VServer haben echte Hardware-Ressourcen; Cloud-Server verfĂŒgen ĂŒber hohe Rechenleistung.

In diesem Zusammenhang besitzen Cloud-Server den “Vorteil”, dass sie viel leichter skalierbar sind. Oft werden Cloud Ressourcen pro Minute oder Stunde bezahlt, wobei vServer immer auf ganze Monate gerechnet werden.

Kosten

Monatliche Kosten fĂŒr gehostete Server kommen stark auf den Anbieter, die Virtualisierungslösung, die Lizenzierung und die Laufzeit an.

Cloud-Server sind in der Regel immer teurer als vServer, weil Cloud-Server besonders flexibel sein mĂŒssen. Das geht nur zu höheren Preisen. Bei großen Cloud-Anbietern (AWS, Google, Azure) können Sie Cloud-Server per API automatisiert wachsen oder schrumpfen, provisionieren und einrichten lassen.

FĂŒr einen Windows-Server der als Desktop-Ersatz fungieren soll, auf dem man “flĂŒssig” arbeiten möchte, sollte man mit 2 CPU Kernen und 8GB Arbeitsspeicher sowie einer Windows-Lizenz rechnen.

Unsere Empfehlung ist, niemals einen Windows-Server ohne professionelle Firewall zu betreiben. Das kostet auf den ersten Blick etwas mehr, aber nicht so viel mehr, wie es bei einem gehackten Server der Fall wÀre.

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Warum Firewall?

Ganz einfach: Einen Windows-Computer wĂŒrden Sie niemals ohne Router oder Firewall direkt ans Internet anschließen, weil alle im Durchschnitt alle 39 Sekunden ein automatisierter Angriff ankommt.

Vorteile & Chancen:

Von virtuellen Servern

  • Anschaffungskosten fallen im Prinzip weg.
  • Über die Zeit muss keine Hardware getauscht werden.
  • AusfĂ€lle durch Hardware-Defekte sind aufgrund des redundanten Systems unwahrscheinlich.
  • Server sind einfach skalierbar, da Festplatten und Prozessoren einfach dazugebucht werden, ohne dass etwas eingebaut werden muss.
  • Der Betrieb von Servern ist die Kernaufgabe von Rechenzentren. Sie sind kompetenter als Unternehmen die im Handel tĂ€tig sind. Einzig Amazon stellt eine Ausnahme dar.
  • Virtuelle Server lassen sich ungleich einfacher wieder herstellen, als es bei Hardware-Servern der Fall ist.

Risiken & Nachteile

  • Rechenzentren werden eher gezielt angegriffen
  • Man könnte Opfer von Kollateral-SchĂ€den bei DDOS-Angriffen werden
  • Es besteht eine AbhĂ€ngigkeit von der QualitĂ€t und LeistungsfĂ€higkeit des Rechenzentrums.

Worauf sollte ich achten?

  • Update- und Patch Stand des Servers immer aktuell halten
  • Rechtssichere Windows-Lizenzierung beachten und nicht vermeintlich gĂŒnstige Lizenzen bei eBay oder anderen Plattformen erwerben
  • Rechenzentrum in Deutschland oder EU nutzen
  • Keine nicht benötigten Ports offen lassen
  • Mindestens 100MBit Internetanbindung
  • Der Anbieter sollte Support auf Anwendungs-Ebene bieten

In unserem Fall: Windows-Server fĂŒr lange Zeit, keine Cloud-Lösung mit Automatisierte Skalierung

  • Echte Ressourcen zugesichert
  • Keine Überbuchten Host-Systeme
  • Niemals Server ohne Firewall einsetzen
  • Service Vertrag oder IT Management dazu nehmen
  • Backup-Strategie entwickeln
  • Auf einfache Integration ins Unternehmensnetzwerk mit VPN achten

Ziele beim Betrieb von Windows Servern

  • Server sicher betreiben
  • Schnelle Server fĂŒr gute Bedienbarkeit der Unternehmenssoftware
  • Dienste zentral zur VerfĂŒgung stellen, ohne dass das Sicherheitsniveau gesenkt wird
  • Lösung, die das Unternehmen zukunftssicher macht, durch skalierbare Server-Infrastruktur
  • Anschaffungskosten von on premise (Vorort)-Lösungen verhindern
  • VerfĂŒgbarkeit der Dienste durch TOP-Rechenzentren

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