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Hands on: Microsoft Lizenzieren

(Zuletzt aktualisiert: )

Wenn erstmal geklärt ist, welches Lizenzprogramm von Microsoft das richtige ist, kann man sich damit beschäftigen wirklich etwas zu lizenzieren. Wir klären hier einmal inhaltlich, welche Lizenzklassen Microsoft zur Lizenzierung seiner Produkte anbietet.

Torben Zarnick

Wissensbeitrag

Hands on: Microsoft Lizenzieren

Der Detailinhalt ist in die Themenwelt eingebettet und bleibt über die Seitennavigation sowie die thematischen Anschlussbereiche erreichbar.

Einleitung

Wenn erstmal geklärt ist, welches Lizenzprogramm von Microsoft das richtige ist, kann man sich damit beschäftigen wirklich etwas zu lizenzieren.

Wir klären hier einmal inhaltlich, welche Lizenzklassen Microsoft zur Lizenzierung seiner Produkte anbietet. Das ist nicht wirklich trivial. Daher hier die Erklärungen, wie was wirklich lizenziert werden muss.

Geltungsbereich (Disclaimer vorweg)

  1. Zum Zeitpunkt, wenn Sie das hier lesen, könnte sich schon wieder etwas verändert haben. Wir geben uns Mühe die Inhalte regelmäßig zu aktualiseren, aber im Zweifel rettet Sie nur der Blick in die Bedingungen von Microsoft.

  2. Wir beziehen uns hier auf die Open Licence-Programme von Microsoft. In Enterprise sieht es möglicherweise anders aus.

Sprechen SIe uns gerne an, wenn Sie Fragen zu den Lizenzbedingungen oder Produkten haben.

Lizenzierungsmodelle

Corebasiert

Bei der Corebasierten Lizenzierung werden die Kerne des Prozessors lizenziert. Dabei gibt es immer eine Mindestanzahl von zu lizenzierenden Kernen. Aktuell sind bei der Lizenzierung von Windows Servern mindestens 8 Kerne pro Prozessor, aber mindestens 16 Lizenzen pro Server zu erwerben.

Außerdem müssen Clientzugriffslizenzen, sogenannte CALs pro Benutzer oder Gerät erworben werden, die Zugriff auf den Server brauchen, um arbeiten zu können.

Exkurs Microsoft SQL Server

Bei der Corebasierten Lizenzierung des SQL Servers müssen Zugriffe nicht einzeln lizenziert werden.

Hier ist die Mindestanzahl: 4 Kerne pro Prozessor - bei der Lizenzierung auf einem pyhsischen Server. Bei der Lizenzierung von virtuellen Maschinen müssen “nur” die virtuellen Kerne lizenziert werden, wobei die Mindestanzahl unverändert bleibt.

Unseren SQL Guide lesen

Serverlizenz

Ein Beispiel hierfür ist die Essentials Lizenz für Windows Server, die keine gesonderten Zugriffslizenzen braucht. Gleichzeitig ist sie auf 25 Benutzer und 50 Geräte mit Zugriff beschränkt. Außerdem fehlen andere Funktionen für z.B. Virtualisierung.

Exkurs Microsoft SQL Server

Wenn man seinen SQL-Server über die Server-Lizenz lizenziert, müssen die Zugriffe zusätzlich mit sogenannten CAL-Lizenzen lizenziert werden.

Unseren SQL Guide lesen

CAL-Lizenz

Die Client-Access-Licence oder deutsch: Clientzugriffslizenzen, ist die Nutzungsberechtigung eines BEnutzers oder Geräts, das Zugriff auf die Funktionen, Software oder Daten des Servers erhalten soll. Zu lizenzieren sind hier alle Clients, die Zugriff haben - auch wenn sie ihn nicht nutzen.

Access Lizenz

Access Lizenzen (Zugriffslizenzen) werden wie CAL-Lizenzen immer benötigt, wenn Nutzer oder Geräte Zugriff auf die Software, Daten oder Funktionen von Diensten erhalten sollen.

Eine CAL-Lizenz ist eine Zugriffslizenz. Aber für bestimmte Dienste, werden andere Zugriffslizenzen benötigt.

Ein Beispiel sind die Microsoft365 Lizenzen, insbesondere F3 und E3 Lizenzen, die Personen-gebunden sind. Diese Lizenzen ermöglichen Nutzern zum Beispiel einer Azure-Domäne beizutreten und die Microsoft365-Dienste zu verwenden. Teilweise zählt eine F3-Lizenz als CAL-Äquivalent. Damit kann man also eine CAL Lizenz sparen.

Schaubild Microsoft SQL Server lizenzieren

Editionen

Editionen sind innerhalb der Microsoft Produkte Pakete mit Funktionen und Beschränkungen. Daher ist es wichtig genau zu wissen, was Sie für Anforderungen haben. Wichtig ist vor Allem, dass Sie darauf achten, dass sie kommerzielle Editionen einsetzen

Beispiel: MS SQL Server: Standard & Entprise

Hier gibt es zum einen bei der Standard Edition Einschränkungen von Funktionen. Beim Standard fehlen zum Beispiel komplexe Feature wie das intelligente Verarbeiten von Arbeitsspeicher Modi oder Routing-Funktionen. Außerdem sind Nutzung von Prozessor-Kernen auf 24 beschränkt.

Beispiel: Windows 10 Home & Pro

Hier können Sie bei der Home Edition, die für Heimanwender gedacht ist, keine Domäne beitreten und damit GRuppenrichtlinien anwenden oder eine Remote-Desktop-Verbindung herstellen.

Betrieb

Hier ist erstmal eine Begriffsklärung wichtig: OSE. Ein OSE (Operating System Environment) ist das System auf dem das Betriebssystem läuft. Dabei ist es egal ob es ein virtueller Server oder ein physischer Server ist.

Produktion vs. Entwicklung

Bei vielen Editionen kann die Vollversion in der Zeit der Entwicklung genutzt werden, ohne sie lizenzieren zu müssen. Entwickeln Sie eine Software oder migrieren Ihre Server, dann können Sie eine MS SQL Server Standard Instanz betreiben, ohne lizenzen kaufen zu müssen. Hier ist die Entwicklungszeit auf 90 Tage begrenzt.

Lizenzierung im OSE

Grundsätzlich gilt: Jede Betriebssystem-Umgebung muss für sich selbst lizenziert werden. Hier kommen die Besonderheiten der Access-Lizenzen (Zugriffslizenzen) zum tragen. Teilweise können Sie bestimmte Microsoft365 Lizenzen als Access-Lizenz verwenden.

Außerdem können hier die Editionen große Unterschiede machen. Bei der Windows Server Datacenter Edition ist es nicht mehr notwendig, die Server-Lizenz pro virtuelle Maschine (innerhalb des Datacenter Servers) zu erwerben. Alle virtuellen Maschinen und Container sind über die Datacenter Edition mit-lizenziert.

Achtung: Zugriffslizenzen müssen trotzdem erworben werden.

VDI (Virtual Desktop Infrastructure)

Eine VDI ist eine Windows 10 bzw. Windows 11 Umgebung in einer virtuellen Maschine. Im Betrieb auf den eigenen Server bzw. in einem Rechenzentrum sind meistens Enterprise Lizenzen notwendig. Hier ist Vorsicht geboten. Eine OEM-Lizenz von Ihrem Firmen-PC reicht nicht zum Betrieb in einer virtuellen Umgebung.

Selcuk Özen

Selcuk Özen

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Selcuk ÖzenAnsprechpartner für Interessenten@selcuk